Das Bild zeigt eine rechte Hand, die weiße Kreide hält, und eine dunkle Tafel, auf die die Struktur eines Netzwerks mit der Kreide gezeichnet wird.

Rehabilitationswissenschaftlicher Verbund Berlin, Brandenburg und Mitteldeutschland (BBMD)

Im Rehabilitationswissenschaftlichen Verbund BBMD haben sich Rehabilitationswissenschaftlerinnen und Rehabilitationswissenschaftler aus dem universitären Bereich und Rehabilitationseinrichtungen der Regionen Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammengeschlossen.

Die Ziele des Kooperationsnetzwerkes sind:

  • interdisziplinäre, praxisorientierte und wissenschaftlich exzellente Reha-Forschung durchzuführen und auszubauen,
  • den Praxistransfer wissenschaftlicher Ergebnisse zu unterstützen und
  • die Integration reha-spezifischer Inhalte in die Aus- und Weiterbildung von Medizinerinnen und Medizinern zu fördern und auszubauen.

Den Reha-Forschungsverbund BBMD zeichnen hinsichtlich seiner Kooperationsbeziehungen eine Reihe von Stärken aus, zu denen die Beteiligung sowohl von regionalen wie auch über­regionalen Trä­gern zählt. Daraus ergeben sich bedeut­same Poten­ziale für eine medizini­sche Infrastruk­tur mit am­bulanten wie stationären Reha-Einrichtungen und wichtigen Stand­orten der Hoch­schulmedi­zin in der Region wie auch eine bedeutsame wissenschaftliche Infrastruktur an Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern.

Im Rahmen der Arbeit des Reha-Forschungsverbundes BBMD wur­den damit in den Regionen Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen tragfähige Strukturen für die Etab­lierung der Reha-For­schung ge­schaffen. Maßgeblich wurde diese Aufbauarbeit strukturell wie auch inhaltlich durch die Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (GfR) unterstützt.

Symposium am 30. Oktober 2020 in Halle: "Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis - Chancen und Herausforderungen"

Prof. Dr. W. Mau lädt am 30. Oktober 2020 zum Symposium nach Halle ein. Foto: J. Neinaß

„Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis – Chancen und Herausforderungen“: Das 21. Rehabilitationswissenschaftliche Symposium der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (GfR) und des Rehabilitationswissenschaftlichen Verbundes Berlin, Brandenburg und Mitteldeutschland (BBMD) findet in diesem Jahr, bedingt durch SARS-CoV-2, unter besonderen Bedingungen statt. Erstmals wird daher das Symposium als hybride Tagung angeboten. Die Präsenzveranstaltung mit leider begrenzter Teilnehmerzahl wird in den Räumlichkeiten der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland in Halle (Saale) durchgeführt. Zudem gibt es die Möglichkeit der digitalen audiovisuellen Teilnahme (inklusive Diskussion der Vorträge und Bereitstellung der Präsentationen) über eine Webkonferenz via Zoom. Wir bitten diesbezüglich um Verständnis und hoffen gleichermaßen auf rege Beteiligung in diesem besonderen Format.

Der wechselseitige Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis erfordert das dauerhafte Engagement aller Beteiligten, damit Innovationen in die rehabilitative Versorgung eingeführt werden und dort ihr volles Potenzial entfalten können. Dazu haben wir unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Wilfried Mau von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ein vielseitiges Programm zusammengestellt und wollen mit Ihnen interessante neue Projekte und Initiativen aus der Forschung und Weiterentwicklung der Lehre diskutieren.

Über „Anspruch und Realität praxisrelevanter Rehabilitationsforschung – Lösungsansätze aus verschiedenen Perspektiven für die erfolgreiche Umsetzung von Projektergebnissen“ wird Dr. Rolf Buschmann-Steinhage die Keynote zum Auftakt des Symposiums halten. Anschließend stellt Prof. Dr. Katja Nebe von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die „Forschungsbrennpunkte zur Anwendung des Rechts zum inklusiven Arbeitsmarkt“ vor.

Wie die Umsetzung von Rehabilitationsempfehlungen im Rahmen der Pflegebegutachtung gelingen könnte, wird André Golla, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, aufzeigen. Von der AOK Nordost und damit aus Sicht eines Leistungsträgers kommentiert dies unter dem Titel „Verbesserung der Teilhabe von Pflegebedürftigen“ Chris Behrens.

Am Nachmittag wird Sebastian Bernert von der Charité - Universitätsmedizin Berlin das Projekt „Screening der Über 45-Jährigen zur Erfassung des Präventions- und Rehabilitationsbedarfs: Ergebnisse aus dem Praxistest“ präsentieren. Prof. Dr. Michael Linden, ebenfalls von der Charité - Universitätsmedizin Berlin, stellt den „Rehabilitationsbedarf bei Patienten in ambulanter Psychotherapie: Ergebnisse einer versorgungsepidemiologischen Studie“ vor. Über „Soziale Ungleichheiten im Zugang von medizinischen Rehabilitationsleistungen. Ergebnisse aus dem SPE-III“ wird Jenny Markert von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg referieren. Die „Vermittlung interprofessioneller Kompetenzen“ thematisiert Dr. Susanne Weinbrenner von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Im Anschluss wird Prof. Dr. Wilfried Mau über „Rehabilitation im neuen Gegenstandskatalog Medizin und im NKLM“ sprechen und schließlich wird Laura Retznik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, „Stand und Perspektiven der rehabilitations-bezogenen Ausbildung nicht-ärztlicher Berufsgruppen“ aufzeigen.

Im Rahmen des Symposiums wird in diesem Jahr erneut der mit 5.000 EUR dotierte nunmehr 5. Forschungs- und Innovationspreis der GfR e.V. vergeben. Die prämierte Arbeit wird Ihnen im Rahmen eines Kurzvortrages vorgestellt.

Interessierte sind herzlich willkommen.

Die Teilnahme ist in diesem Jahr kostenfrei.

Das Anmeldeformular finden Sie hier.

Forschungs- und Innovationspreis für 2020 erneut ausgeschrieben

Dr. Annett Salzwedel wurde in Potsdam beim 20. Rehabilitationswissenschaftlichen Symposium 2019 von Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, mit dem Forschungs- und Innovationspreis der GfR e.V. ausgezeichnet.

Für 2020 wurde der Preis von der GfR e.V. zusammen mit dem BBMD erneut ausgeschrieben. Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro. Bis zum 30. Juni 2020 können wissenschaftliche Artikel eingereicht werden, die sich mit Rehabilitationsforschung befassen.