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Forschungs- und Innovationspreis 2019

Die Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (GfR) lobt gemeinsam mit dem Rehabilitationswissenschaftlichen Verbund Berlin, Brandenburg und Mitteldeutschland (BBMD) den Forschungs- und Innovationspreis der GfR e. V. aus.

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Dr. Annett Salzwedel gewinnt Forschungs- und Innovationspreis 2019

Dr. Annett Salzwedel präsentiert die Ergebnisse ihrer Arbeit. Foto: J. Neinaß

Den Einfluss der kognitiven Leistungsfähigkeit auf das krankheitsbezogene Wissen sechs Monate nach einer multimodalen Rehabilitation bei Patientinnen und Patienten nach einem akuten kardialen Ereignis hat Dr. Annett Salzwedel an der Universität Potsdam unter der Projektleitung von Prof. Dr. Heinz Völler untersucht. Im European Journal of Preventive Cardiology erschien ihre Publikation unter dem Titel "Impact of cognitive performance on disease-related after an acute cardiac event after an acute cardiac event", die in diesem Jahr mit dem Forschungs- und Innovationspreis der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (GfR) e.V. ausgezeichnet wurde.

Die Wissenschaftlerin konnte aufzeigen, dass mehr als ein Drittel der untersuchten Probandinnen und Probanden nach akutem Koronarsyndrom oder elektiver Bypassoperation, die jünger als 65 Jahre waren, von kognitiven Beeinträchtigungen betroffen sind, die sich negativ auf den Schulungserfolg in der Rehabilitation auswirken, besonders hinsichtlich des medizinischen Wissens. Daher sollten Schulungsinhalte priorisiert und mit Blick auf die individuelle Situation möglichst praxisnah vermittelt werden.

Brigitte Gross, Direktorin bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, überreichte Dr. Salzwedel die Auszeichnung im Rahmen des 20. Rehabilitationswissenschaftlichen Symposiums "Stress durch digitale Arbeit und veränderte Umwelt: Working Shift in a modern world" im November 2019 in Potsdam. Dort stellte die Preisträgerin ihre prospektive, bizentrische Beobachtungsstudie zum Einfluss kognitiver Beeinträchtigungen auf den Schulungserfolg bei kardiologischen Rehabilitandinnen und Rehabilitanden und deren wichtigste Ergebnisse vor.

Die Preisträger des Forschungs- und Innovationspreises der GfR e.V.

Brigitte Gross (DRV Bund, mitte) gratuliert Dr. Annett Salzwedel und Martin Brünger zu ihren Arbeiten. Foto: J. Neinaß

Bereits zum vierten Mal konnte der Forschungs- und Innovationspreis der GfR e.V. in Kooperation mit dem Rehabilitationswissenschaftlichen Verbund Berlin, Brandenburg und Sachsen (BBS) und dem Forschungsverbund Rehabilitationswissenschaften Sachsen-Anhalt und Thüringen (SAT) vergeben werden. Nach der Gewinnerin Dr. Annett Salzwedel von der Universität Potsdam erreichte Martin Brünger, MPH, von der Charité - Universitätsmedizin Berlin den zweiten Platz. Er legte eine Analyse vor, um Möglichkeiten und Grenzen der Abbildung von Arbeitsbelastungen durch die Berufstätigkeit gemäß Routinedaten am Beispiel der Rehabilitation zu beschreiben. Seine Publikation "Occupation as a proxy for job-related exposures? Routine data analysis using the example of rehabilitation; Berufstätigkeit als Proxy für Arbeitsbelastungen? Routinedatenanalyse am Beispiel der Rehabilitation" erschien in der Fachzeitschrift Das Gesundheitswesen.

Dr. Simone Thomas und Prof. Dr. Jan Mehrholz von der SRH Hochschule für Gesundheit Gera hatten eine Studie zur Identifizierung von Prädiktoren für gesundheitsbezogene Lebensqualität, Partizipation, körperliche Aktivität und kognitive Funktion bei Patienten mit auf der Intensivstation erworbenem Schwächesyndrom ein Jahr nach Entlassung aus der Rehabilitation erstellt. Ihr Artikel "Gesundheitsbezogene Lebensqualität, Partizipation sowie körperliche und kognitive Funktion von Patienten mit intensivmedizinisch erworbener Muskelschwäche 1 Jahr nach der Rehabilitation in Deutschland: die GYMNAST- Kohortenstudie", der im BJM Open veröffentlicht wurde, konnte mit dem dritten Platz geehrt werden. Auch ihnen gratulierte Brigitte Gross von der Deutschen Rentenversicherung Bund.