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Forschungs- und Innovationspreis 2020

Die Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (GfR) lobt gemeinsam mit dem Rehabilitationswissenschaftlichen Verbund Berlin, Brandenburg und Mitteldeutschland (BBMD) den Forschungs- und Innovationspreis der GfR e. V. aus.

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Torsten Rackoll und Dr. Alexander Nave von der Charité gewinnen Forschungs- und Innovationspreis 2020

Dr. Marco Streibelt (rechts) überreicht Torsten Rackoll (links) und Dr. Alexander Nave den Scheck und Blumen. Foto: Ariane Funke

Für ihre Publikation zu einer multizentrischen, randomisiert-kontrollierten Untersuchung zum Fitness-Training bei Patientinnen und Patienten in der Schlaganfallrehabilitation wurden Torsten Rackoll und Dr. Alexander Nave von der Charité - Universitätsmedizin Berlin während des Rehabilitationswissenschaftlichen Symposiums mit dem Forschungs- und Innovationspreis 2020 der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (GfR) e.V. ausgezeichnet. Die Laudatio für die Erstplatzierten hielt Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, während der digitalen Veranstaltung via Zoom. Dr. Marco Streibelt überreichte den Wissenschaftlern vor Ort an der Charité - Universitätsmedizin Berlin den Scheck über 5.000 Euro, Urkunden und Blumen. 

Torsten Rackoll und Dr. Alexander Nave von der Charité - Universitätsmedizin Berlin hatten in einer großen multizentrischen, randomisiert-kontrollierten Schlaganfallrehabilitationsstudie an sieben neurologischen Rehabilitationskliniken in Berlin und Brandenburg insgesamt 200 moderat bis schwer betroffene Schlaganfallpatienten im frühen subakuten Stadium (Tag 5 – 45 nach Schlaganfall) untersucht. Denn aerobes Laufband-gestütztes Fitness-Training wird im Rahmen rehabilitativer Behandlungskonzepte bereits in der Subakutphase des Schlaganfalls eingesetzt und von internationalen Fachgesellschaften empfohlen. Die Evidenz basiert dabei auf Meta-Analysen kleiner, randomisiert-kontrollierter Studien mit zum Teil deutlicher Heterogenität zwischen den einzelnen Studien hinsichtlich Studienpopulation, Trainingsart und -intensität sowie Zeitpunkt des Interventionsbeginns nach Schlaganfall.

Ihre Ergebnisse publizierten sie unter dem Titel "Physical Fitness Training in Patients with Subacute Stroke (PHYS-STROKE)" in der Fachzeitschrift BMJ gemeinsam mit PD Dr. Ulrike Grittner, Dr. Holger Bläsing, Dr. Anna Gorsler, Prof. Dr. Darius Nabavi, Prof. Dr. Heinrich Audebert, Prof. Dr. Fabian Klostermann, Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen, Prof. Dr. Andreas Meisel, Prof. Dr. Matthias Endres, Prof. Dr. Stefan Hesse, Prof. Dr. Martin Ebinger und Prof. Dr. Agnes Flöel. Die Arbeitsgruppe kam zu dem Ergebnis, dass ein Laufband-gestütztes aerobes FitnessTraining im subakuten Stadium nach Schlaganfall einer Kontrollintervention bestehend aus Entspannungsübungen hinsichtlich der Veränderung der maximalen Ganggeschwindigkeit und der Alltagskompetenz nach drei Monaten nicht überlegen war. Gleichzeitig konnte in der Fitnessgruppe eine erhöhte Anzahl schwerer unerwünschter Ereignisse beobachtet werden, insbesondere ein erneuter Schlaganfall oder ein anderes vaskuläres Ereignis. Die Ergebnisse der Untersuchung stellten Torsten Rackoll und Dr. Alexander Nave dem Publikum beim digitalen Rehabilitationswissenschaftlichen Symposium vor.

 

Daniel Schindel auf Platz zwei und Josephine Otte auf dem dritten Rang

Dr. Marco Streibelt (links) gratuliert Daniel Schindel mit Blumen und einer Urkunde zum zweiten Platz. Foto: Ariane Funke

Daniel Schindel von der Charité - Universitätsmedizin Berlin belegte den zweiten Platz beim Forschungs- und Innovationspreis der GfR e.V., der in Kooperation mit dem Rehabilitationswissenschaftlichen Verbund Berlin, Brandenburg und Mitteldeutschland (BBMD) ausgeschrieben wurde. Er hatte die Entwicklung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität älterer Patienten mit Schlaganfall im ersten Jahr nach der Entlassung aus der neurologischen Rehabilitation analysiert, um relevante Einflussfaktoren für die Prognose der Lebensqualität zu identifizieren. Sein Artikel "Quality of life after stroke rehabilitation discharge: a 12‐month longitudinal study" erschien in der Fachzeitschrift Disability and Rehabilitation. Brigitte Gross von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund gratulierte ihm in ihrer Laudatio beim digitalen Symposium via Zoom. Dr. Marco Streibelt von der DRV Bund überreichte ihm vor Ort an der Charité - Universitätsmedizin Berlin die Urkunde und Blumen.

Josephine Otto von der Forschungsgruppe Psychosomatische Rehabilitation an der Charité - Universitätsmedizin Berlin hatte die Verteilung von Korrelaten und Mustern der Stressbewältigung bei Patientinnen und Patienten in der Psychosomatischen Rehabilitation untersucht. Sie publizierte ihre Ergebnisse unter dem Titel "Stressverarbeitungstypen unter Patienten in der psychosomatischen Rehabilitation" in dem Journal Fortschritte der Neurologie Psychiatrie und wurde dafür mit dem dritten Platz geehrt. Brigitte Gross beglückwünschte Josephine Otto, die ebenfalls digital zugeschaltet war, via Zoom. Die Blumen und eine Urkunde erreichten die Drittplatzierte per Post.